homelogo.jpg
Start arrow Profil arrow Schulprogramm arrow 2 Namensgeber

 

Der Namensgeber des Schulzentrums: August Macke

augustmackeAugust Macke, am  3. Januar 1887 in Meschede geboren, lebte nur anderthalb Jahre in seiner Geburtsstadt, bevor er nach dem Umzug seiner Eltern in Bonn aufwuchs. Seit 1977 trägt das Schulzentrum der Stadt Meschede, zu dem unser Gymnasium sowie eine Haupt- und Realschule gehören, seinen Namen.

Gegen den Willen seiner Eltern verließ Macke vorzeitig das Gymnasium und begann 1904 ein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie. Zwei Jahre darauf wechselte er an die Berliner Kunstakademie. Bereits nach wenigen Monaten glaubte er jedoch, dort nichts mehr lernen zu können, und bildete sich fortan autodidaktisch weiter.

 

Mackes besonderes Interesse galt der starken optischen Wirkung der Farbe und des Lichts. Vor diesem Hintergrund sollten die Werke der Impressionisten, die er während seines Paris-Aufenthaltes im Sommer 1907 kennen lernte, seine Malerei nachhaltig beeinflussen. Allerdings erschöpfte sich Mackes Auseinandersetzung mit künstlerischen Vorbildern – seien sie nun impressionistisch-fauvistischer, kubistischer oder aber futuristischer Provenienz – niemals in der bloßen Adaption unterschiedlicher Gestaltungskonzepte; vielmehr ist sein künstlerisches Handeln geprägt von der kritischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Einflüssen seiner Zeit.

1910 lernte er Franz Marc kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Auf Betreiben Marcs trat Macke der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ bei, identifizierte sich jedoch nie mit deren Zielen – Erneuerung der Kunst unter Verzicht auf impressionistische Traditionen –, zumal gerade die impressionistisch-fauvistische Tradition für seine Vorbildwelt sprach, während für Marc Bilder der abstrakt-konstruktivistischen Revolution mitsprachen. Die Unterschiedlichkeit der Positionen der beiden Maler offenbart sich insbesondere in der unterschiedlichen Einschätzung der Bilder des Franzosen Delaunays. Stellten die Bilder für Marc reine Form-Farbarchitekturen dar, die jedwede Gegenständlichkeit hinter sich gelassen haben, so standen Formen und Farben nach Mackes Einschätzung nicht für sich, sondern als Ausdruckswerte für eine momentane Sehsituation. Demnach sah Macke das Motivische immer mit, sah immer auch die Motivsituation durch das Gefüge von Formen und Farben hindurch.

1914 reiste Macke gemeinsam mit Paul Klee und Louis Moillet nach Tunis. Die unter dem Eindruck des nordafrikanischen Lichtes entstandenen Aquarelle sowie die im Anschluss an die Reise ausgearbeiteten Ölgemälde bieten eindrucksvolle Beispiele der Anverwandlung und Synthese unterschiedlichster Einflüsse.

Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Macke einberufen. Knapp sieben Wochen später fiel er im Alter von 27 Jahren bei Perthesles-Hurlus in der Champagne.

Der Nachruf seines Freundes Franz Marc würdigt die künstlerische Leistung Mackes mit dem wertschätzenden Satz: „Mit seinem Tode knickt eine der schönsten und kühnsten Kurven unserer deutschen, künstlerischen Entwicklung jäh ab; keiner von uns ist imstande, sie fortzuführen.”