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Stufe 12: Trauerbegleitung

 

Katholischer Religionskurs der Stufe 12 informierte sich über die Trauerbegleitung

Am 18.4.08 begrüßte der katholische Religionskurs der zwölften Klasse und sein Lehrer Herr Heimes Roswitha Gardermann, welche den Kurs über die Trauerbegleitung informierte.

Hier klicken. Frau Gardermann ist Gemeindereferentin im Pastoralverbund Meschede und kümmert sich hauptsächlich um die Kommunionvorbereitung, die Frauenarbeit  sowie die Trauerbegleitung. Wie sie dem Kurs erklärte ist für die Trauerbegleitung eine spezielle Ausbildung nötig, um angemessen auf die Bedürfnisse eines Trauernden eingehen zu können. Frau Gardermann entschied sich für diese Arbeit, da sie selbst die Erfahrung eines Verlustes machen musste und deshalb trauernden Menschen zur Seiten stehen will. Sie machte deutlich, dass das Thema Tod und Trauer in unserer Gesellschaft, und vor allem im Fernsehen oder Internet zu einem Tabuthema geworden ist, welches durch den Wunsch nach Jugendlichkeit verdrängt wird. Mithilfe eines Schaubildes veranschaulichte Frau Gardermann dem Kurs, das Prinzip des „Abschiedlich Lebens". Bei diesem Prinzip wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch von Anbeginn seines Lebens, immer wieder Abschied nehmen oder loslassen muss. Sie zählte verschiedene Abschiede auf. Zu ihnen zählten zum Beispiel der Abschied aus dem Mutterleid bei der Geburt, der Verlust eines Freundes oder auch der Schulwechsel von der Grundschule zum Gymnasium. Hiermit machte sie deutlich, dass Trauer ein Teil des Lebens ist. Ebenfalls erklärte sie die verschiedenen Trauerphasen, um dem Kurs eine theoretische Grundlage für die folgende Diskussion zu geben. Die vier Trauerphasen bestehen aus

  1. Dem Nichtwahrhaben wollen, welche eine Betäubung oder ein stilles Weinen beinhaltet
  2. Aufbrechenden, chaotischen Emotionen, welche von Wut und Angst begleitet werden
  3. Dem Suchen, Finden und sich Trennen. Das heißt, dass der Trauernde in diese Phase beginnt Voranzublicken
  4. Einem neuen Selbst- und Weltbezug, welcher durch das Knüpfen von neuen Beziehungen etc. deutlich wird.

Nachdem diese Grundlage gelegt war gab Frau Gardermann dem Kurs die Möglichkeit über persönliche Fragen, im Bezug auf den Tod zu sprechen. Fragen waren zum Beispiel, wie man mit einem Todesfall im Familien- oder Verwandtenkreis umgehen sollte. Hierbei waren besonders der persönliche Kontakt, Unermüdlichkeit auch wenn man einmal zurückgewiesen wurde und das Talent zuzuhören wichtig.

Alles in Allem war der Kurs sehr dankbar für Frau Gardermanns Besuch und die Einblicke, welche er in die Trauerarbeit gewinnen konnte. Das Gelernte kann bestimmt im eigenen Leben angewendet werden.