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A 10
IKG (Informations- und Kommunikationstechnische Grundbildung)
Kompetenz im
Umgang mit den neuen digitalen Medien ist eine der im Laufe der Schulzeit zu
erwerbenden Schlüsselqualifikationen. Dies geschieht innerhalb der
Informations- und Kommunikationstechnologischen Grundbildung (IKG).
Ziel der IKG ist
es, IT-Anwendungen kennen zu lernen (Haushalt, Verkehr, Arbeitswelt,
Verwaltung, Freizeit, Umwelt, ...), Grundstrukturen und Funktionen zu untersuchen
(Grundstrukturen und Funktionen kennen lernen, Arbeitsweisen untersuchen,
IT-Medien als Werkzeug nutzen lernen) sowie Auswirkungen zu reflektieren und zu
beurteilen (Rationalisierung, Datenschutz, Möglichkeiten und Grenzen). Dabei werden
folgende drei Bereiche in den Unterrichtsvorhaben behandelt: Standardanwendungen (Textverarbeitung;
Internetrecherche; Präsentation; Kommunikation; Tabellenkalkulation), Messen-Steuern-Regeln sowie Modellbildung und Simulation.
Ausgehend von
der Tatsache, dass der Computer schon in der Grundschule ein häufiges Werkzeug
darstellt und angesichts unserer Erfahrung, dass der weitaus größte Teil der Schüler
schon während der Erprobungsstufe Zugang zu einem – oft eigenen – Computer hat,
soll mit dem Bereich Standardanwendungen
schon in der Jahrgangsstufe 5 begonnen werden. Die anderen beiden Bereiche
werden in den Stufen 7 – 10 behandelt.
Da IKG kein eigenständiges
Fach ist, müssen thematische Anknüpfungsmöglichkeiten zu Deutsch
(Textverarbeitung, Internetrecherche, Präsentation, Kommunikation), Mathematik
(Tabellenkalkulation), den Naturwissenschaften (Tabellenkalkulation,
Internetrecherche, Präsentation, Messen-Steuern-Regeln, Modellbildung und Simulation)
und den Gesellschaftswissenschaften (Internetrecherche, Präsentation, Tabellenkalkulation,
Modellbildung und Simulation) genutzt werden.
Methodisch wird
im IKG-Unterricht besonderer Wert gelegt auf fächerübergreifende Planung,
Handlungsorientierung und Projektarbeit; das gerade bei der Arbeit mit
Computern oft zu beobachtenden Rollenverhalten von Mädchen und Jungen soll
abgebaut werden.
All dies setzt
verbindliche Absprachen unter den Fachkonferenzen zu Fach, Unterrichtsvorhaben,
Zeitpunkt und -dauer voraus; aus organisatorischen Gründen (Belegung des
Multimediaraums) muss ein Terminabgleich mit Parallelklassen erfolgen. Für jede
Klasse ist ein Kursheft-IKG anzulegen, in dem Bereich, Methode und PC-Einsatz
des Unterrichts dokumentiert werden.
IKG in der Erprobungsstufe
Zu Beginn des 2.
Halbjahres der Stufe 5 steht ein Methodentrainingstag für IKG zur Verfügung,
auf dem die Schüler in die Arbeit mit Computern in unserem Schulnetz eingeführt
werden und erste Übungen mit einer Textverarbeitung machen. Daran anknüpfend
werden in verschiedenen Fächern weitere Standardanwendungen
eingeführt und eingeübt. Am Ende der Erprobungsstufe sollen alle Schüler die
Grundfunktionen von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation beherrschen, eine
Präsentation selbständig erstellen können und sicher sein im Suchen und Finden
im Internet. (Details siehe unter m.1 – m.4)
IKG in den Klassen 7
– 10
Der Bereich Standardanwendungen wird weiter vertieft
und eingeübt. In den Naturwissenschaften werden Unterrichtsvorhaben Messen-Steuern-Regeln durchgeführt, in
dem die Kernelemente der Prozessdatenverarbeitung vorgestellt werden. Der Bereich
Modellbildung und Simulation kann in
den Naturwissenschaften oder in den Geisteswissenschaften eingeführt werden,
mit einem geeigneten Modellbildungswerkzeug wie etwa Dynasys lassen sich Unterrichtsgegenstände (z. B. Wachstumsvorgänge)
sinnvoll erweitern oder ergänzen. (Details siehe unter m.5 – m.7)
IKG im Detail
Methodentrainingstag in der Stufe 5
Zu Beginn des 2. Halbjahres der
Stufe 5 steht ein Methodentrainingstag für IKG zur Verfügung, an dem die
Schüler in die Arbeit mit Computern in unserem Schulnetz eingeführt werden und
erste Übungen mit einer Standardanwendung (Textverarbeitung) machen.
Inhaltlich werden folgende
Schwerpunkte gesetzt:
-
Einführung ins
Schulnetz; Anmelden mit eigenem Kennwort
- Einführung
in die Arbeit mit einer Textverarbeitung
- Dateihandling
(Erstellen eines Ordners, Kopieren einer Datei aus dem Austauschordner public in diesen Ordner, Öffnen/
Speichern der Datei, …)
- Berichtigen
eines fehlerhaften Textes; Speichern
- Erweitern
des Textes durch eigene Texteingaben (was geschieht am Ende der Zeile?),
speichern unter neuem Namen
- Markieren
mit der Maus und der Tastatur; kopieren, ausschneiden, und einfügen (evtl. auf
verschiedene Arten)
- Formatieren
von Text (Schriftart und -größe, Ausprägung); speichern
- Einfügen
von Bildern in den Text; speichern unter
neuem Namen
- Suchen und
Finden im Internet
- Übertragen von
Informationen (Text, Bild) in die eigene Anwendung
- Drucken
- Verschicken
des Textes per Email (ggf. Anlage eines Email-Kontos bei einem Freemail-Anbieter;
Email-Grundfunktionen)
Klasse 5: Textverarbeitung
Auf
der 1. Erprobungsstufenkonferenz legen die Lehrer der Klassen der Jahrgangsstufe
5 fest, wer den Methodentrainingstag durchführt und wer im Anschluss den
Bereich Textverarbeitung in seinem Unterricht aufgreift.
Klasse 6: Tabellenkalkulation
Auf
Beschluss der Fachkonferenz wird die Tabellenkalkulation im Rahmen des Mathematikunterrichts
eingeführt. Behandelt werden u. a.
-
Kennen
lernen eines Tabellenblattes
-
Eingabe
von Zahlen und Text ins Tabellenblatt
-
Diagramme
erstellen und verschiedene Typen sowie deren Vor- und Nachteile kennen lernen
(das Erstellen von Diagrammen darf nicht dazu führen, dass die Schüler dies
nicht mehr per Hand zeichnen können)
-
Markieren
von Zellen und Zellbereichen
-
Formatieren
von Text (zentriert, Text mit Zeilenumbruch) und verschiedene Zahlenformate
(Dezimalzahl mit Nachkommastellen, Währung)
-
Berechnungen
durchführen mit einfachen Formeln
- Kopieren
von Formeln – relative Adressierung
Klasse 6: Präsentation
Zu
Beginn des Schuljahres legen die Lehrer der Klassen der Jahrgangsstufe 6 fest,
wer die Schüler in den Bereich Präsentation
einführt. Behandelt werden u. a.
-
Folienlayout
(Titelfolie, Aufzählung, Text und Clipart)
-
Entwurfsvorlagen
-
Animation,
Effekte
- Techniken/
Grundregeln des Präsentierens
Klassen 7 - 10: Standardanwendungen
Nach
der Erprobungsstufe erfolgt – in möglichst vielen Fächern – eine Erweiterung
und Vertiefung der Arbeit im Bereich Standardanwendungen, z. B.:
-
Referate werden in der Regel in
Form von Präsentationen gehalten
-
Bei Auswertungen
naturwissenschaftlicher Experimente wird auch auf die Möglichkeiten von
Tabellenkalkulationen zurück gegriffen
- Bei tagesaktuellen Ergänzungen
des Unterrichts wird auch das Informationsangebot des Internets genutzt
Gerade in Unterrichtsphasen des
selbstständigen Erarbeitens von Sachverhalten ist der Computer mit den
Standardanwendungen ein unverzichtbares Hilfsmittel.
In verschiedenen Fächern kommen
darüber hinaus weitere, häufig fachspezifische Programme (wie z.B. Euklid
Dynageo oder Derive im Mathematikunterricht) zum Einsatz.
Klassen 7 - 10: Messen-Steuern-Regeln
Die Fachkonferenzen der
Naturwissenschaften und der Gesellschaftswissenschaften legen verbindlich fest,
in welchen Fächern und in welchen Jahrgangsstufen Unterrichtsvorhaben zum
Bereich Messen-Steuern-Regeln
durchgeführt werden. Mögliche Anknüpfungspunkte sind z. B.
-
Messwerterfassung und –auswertung
(Physik, Chemie)
-
Thermostatregelung (Physik)
-
Steuern von Ampelanlagen
(Informatik im Differenzierungsbereich)
- Linienverfolgung autonomer
Roboter (Roboter-AG)
Klassen 7 - 10: Modellbildung und
Simulation
Die Fachkonferenzen der Naturwissenschaften
und der Gesellschaftswissenschaften legen verbindlich fest, in welchen Fächern
und in welchen Jahrgangsstufen Unterrichtsvorhaben zum Bereich Modellbildung und Simulation
durchgeführt werden. Anknüpfungsmöglichkeiten bieten sich z. B. in
-
Physik: Luftdruck in der
Atmosphäre, radioaktiver Zerfall (Modellbildungswerkzeug Dynasys)
-
Biologie: Wachstumsvorgänge
(Modellbildungswerkzeug Dynasys)
-
Erdkunde: Stadtentwicklung
(Datenbank Malochum)
- Politik: Bevölkerungsentwicklung
(Modellbildungswerkzeuge Dynasys und Excel)
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