|
Schulprogramm als Prozess:
Schulentwicklung und Evaluation
Vorbemerkung
Wer besser darüber Bescheid weiß, ob die eigenen
Ziele tatsächlich erreicht wurden, was Erfolge und was Misserfolge waren und wo
die eigenen Stärken und Schwächen liegen, hat es leichter, sich der Qualität
der eigenen Arbeit sicher zu sein und sie bei Bedarf zu verbessern.*
Im Kontext der individuellen und
gesellschaftlichen Entwicklung befindet sich auch Schule in einem dynamischen
Prozess, der in Abhängigkeit steht von gesellschaftlichen und politischen,
pädagogischen, allgemein-wissenschaftlichen und organisatorischen Faktoren.
Unter Berücksichtigung dieser in stetem Wandel begriffenen Parameter sind wir
auf dem Weg, auf der Basis unseres Schulprogramms unsere Schule nach innen zu
einem Haus des Lernens (Kapitel 3)
zu machen, nach außen sich öffnend für den Dialog mit der eigenen Gesellschaft,
Berufs- und Wissenschaftswelt, aber auch mit anderen Völkern und Kulturen.
Vor diesem Hintergrund bemüht sich unser Gymnasium, die
Qualität von Schule und Unterricht (Prozesse und Ergebnisse) mit Hilfe eines
systematisch-methodischen Konzeptes kontinuierlich zu sichern und weiter zu
entwickeln.
Die Schulprogrammarbeit wird
kontinuierlich weitergeführt. Dazu sollen in jährlichem Rhythmus Konferenzen,
die allein der Evolution und der Evaluation des Schulprogramms dienen,
durchgeführt werden. Sie werden einberufen auf der Ebene des Kollegiums und der
Schulpflegschaft, um letztlich in kooperativer Auswertung und Beschlussfassung
durch die Schulkonferenz zu münden.
Dazu beschließt das Kollegium
u.a. für jedes Schuljahr einen Entwicklungsschwerpunkt,
den es zu evaluieren gilt (Kapitel 11.4.2).
Auf der Grundlage der Ergebnisse
einer Evaluation wird anschließend ein Arbeitsplan
(Kapitel 11.4.2 a)
erstellt, der konkrete Maßnahmen zur Optimierung vorsieht. Dieser Arbeitsplan
unterliegt der jährlichen Kontrolle durch die Schulkonferenz und umfasst neben
einem übergreifenden Arbeitsplan Vorhaben von schulischen Arbeitseinheiten
(Bildungsgänge, Stufen, Fachgruppen, Fachkonferenzen) nach interner Schwerpunktsetzung.
Die Einzelheiten werden
schriftlich festgehalten und dem Schulprogramm als Loseblatt-Sammlung im Anhang
[A 1]
beigefügt. Sie bildet die Grundlage für zukünftige Überarbeitungen des
Schulprogramms.
*MSWWF
(Hg.), Evaluation – eine Handreichung, 1999, 8
|