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Die Mittelstufe (Klassen 7 bis 10)

Differenzierung und Profilierung

 

Nach dem Ende der Orientierungsstufe beginnt an unserer Schule die Differenzierung der Schullaufbahn der Schüler. Zu Beginn der Klasse 6 setzt die zweite Fremdsprache (Latein oder Französisch) ein, zu Beginn der Klasse 8 (bis Schuljahr 08/09: auch Klasse 9) besteht die Wahl zwischen der dritten Fremdsprache (Französisch oder Latein) und einem Kurs aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich (Mathematik/Informatik und Physik/Informatik).

Weiterhin entscheiden sich die Schüler zu Beginn der Jahrgangsstufe 9 im Bereich der musischen Fächer entweder für das Fach Kunst oder Musik. Das von den Schülern gewählte Fach wird bis zum Ende der Jahrgangsstufe 10 im Umfang von zwei Wochenstunden unterrichtet. Aufgrund der dadurch ermöglichten frühzeitigen Vertiefung kann dem Anspruch der Richtlinien Rechnung getragen werden, Arbeits- und Lernprozesse, wie sie in der Oberstufe notwendig sind, bereits in der Sekundarstufe I schrittweise vorzubereiten, d.h. den Jahrgangsstufen 9 und 10 kommt die wichtige Funktion zu, Inhalte und Methoden zu thematisieren, die den Schülern darüber Aufschluss geben, welche Anforderungen in der gymnasialen Oberstufe an sie gestellt werden, um somit eine solide Entscheidungsgrundlage zu schaffen hinsichtlich der Einordnung und Einschätzung unterschiedlicher Kursangebote.

Die Wahlen finden ca. zwei Monate vor dem Beginn der jeweiligen Differenzierung statt. Zur Vorbereitung darauf teilt die Schule Informationsmaterialien in schriftlicher Form über die Wahlmöglichkeiten und die einzelnen Fächer aus. Darüber hinaus stehen die Klassen- und Fachlehrer für individuelle Beratung bereit und es besteht die Möglichkeit, in den Klassenpflegschaftssitzungen bzw. einer eigens anberaumten Informationsveranstaltung über die Differenzierung zu informieren.

Organisation und Durchführung der Differenzierungswahlen und die Kursbildung liegen in der Hand des Mittelstufenkoordinators.

 

 

Beratung

 

Der Mittelstufenkoordinator berät die Schüler und ihre Eltern in Fragen der Schullaufbahn und koordiniert zusammen mit den Klassenlehrern klassen- und jahrgangsstufenübergreifende Angelegenheiten.

Neben den üblichen Formen der Beratung werden zu Beginn der Jahrgangsstufe 8 Eltern und Schüler von den Klassenlehrern explizit und wiederholt darüber informiert, dass ein Wechsel der Schulform nur bis zum Beginn der Klasse 9 möglich ist, und somit spätestens am Ende der Klasse 8 beantragt werden muss.

Die Zeugniskonferenz am Ende des ersten Halbjahres der JS 8 beschäftigt sich ausführlich mit dem Leistungsstand der Schüler, weist bei „gefährdeten Schülern“ auf einem Beiblatt zum Zeugnis auf die Problematik eines Schulwechsels hin und gibt konkrete Anregungen, wie ein erfolgreicher Abschluss der Jahrgangsstufe erreicht werden kann.

 

 

Übernahme von Verantwortung

Seit 1999 werden Schüler der Jahrgangsstufe 9 zu Streitschlichtern ausgebildet. Nach einer 30stündigen AG können sie im neuen Schuljahr als Mediatoren von Streithähnen der Klassen 5 bis 7 im Streitschlichter-Raum aufgesucht werden. Am Ende einer gelungenen Schlichtung stehen zwei Gewinner, die konstruktives Streiten gelernt haben. Langfristig setzt sich die Streitschlichtung zum Ziel, eine andere Streitkultur an unserer Schule aufzubauen und einen verantwortungsvollen Umgang miteinander zu stärken.

  • Patenschaft

Schüler der Mittelstufe stellen in ihrer Funktion als Mentoren den Kontakt der Unterstufen-Schüler zu höheren Jahrgangsstufen her. Sie wirken bei der Ausrichtung von Festen und Ausflügen sowie bei der Gestaltung von Schullandheimaufenthalten mit.

  • Busordner

Im Juni 2000 startete im August–Macke–Schulzentrum ein Projekt zur Verringerung des Risikos an den Bushaltestellen durch Erstellung einer sinnvollen Ordnung. Die Haltestellen wurden neu geordnet, farblich markiert und eine 1 m breite Sicherheitszone wurde eingerichtet.

An den Bushaltestellen werden jetzt nach der 6. Stunde und z. T. auch nach der 5. Stunde Busordner eingesetzt. Dies sind in ihre Aufgabe eingewiesene Schüler (ab der 8. Klasse), die sich freiwillig gemeldet haben, da sie von dem Sinn der Aufgabe überzeugt sind. Hierbei betreuen Realschüler die Haltestellen am Schederweg und Gymnasiasten ordnen die Haltestellen in der Hermann–Voss–Straße.

Die Busordner tragen zur Kennzeichnung eine Art Weste und sind berechtigt, Fahrschülern Anweisungen zu geben, sie zur Ordnung zu rufen und evtl. den Namen zu notieren. Sie achten darauf, dass die Fahrschüler eine Warteschlange im Wartebereich bilden und erst den roten Sicherheitsbereich betreten, wenn der Bus hält und die Tür geöffnet ist. Die Schüler steigen dann geordnet ein. Weigern sich Schüler, diese Ordnung einzuhalten, können sie von der Mitfahrt ausgeschlossen werden und – im Wiederholungsfall – mit Entzug der Fahrkarte bestraft werden.

Durch diese Maßnahmen wird das Risiko im Zuge einer Drängelei vor den Bus gedrückt zu werden, reduziert und die Busse können pünktlich abfahren.

  • Tandem

Tandem bezeichnet ein Nachhilfe-Modell, das unter dem Motto „Schüler helfen Schülern“ steht und vom Förderverein dieser Schule maßgeblich unterstützt wird.

Bei fachlichen Problemen ist Unterstützung und Nachhilfe wichtig, doch manchmal sind es die aufzubringenden Kosten, die Eltern und Schüler davon abhalten, Nachhilfe zu organisieren. In solchen Fällen hilft das Tandem-Modell. Fachlich versierte Schüler unserer Schule bieten Nachhilfe an. Diese Nachhilfe ist zwar nicht kostenlos, doch der Förderverein steht unterstützend zur Seite, indem von ihm bis zu 2,50 € pro Stunde übernommen werden.