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Start Profil Austausch Schweden Nynäshamn Tagebuch
Tag 1 - Samstag, 15. Mai
 Vor knapp einem halben Jahr hatten wir schwedischen Besuch an
unserer Schule. Endlich war es soweit, dass wir der Besuch in Schweden
sein würden.
Um 4 Uhr morgens durften wir also am Mescheder Bahnhof antreten, um
unsere Reise, die zwei Tage dauern sollte, anzutreten. Nach dem
typischen Abschied mit Gewinke und allem was dazu gehört haben sich die
meisten erst mal auf die Ohren gehauen, um den versäumten Schlaf
nachzuholen. Cora, Paul und Sebastian hielten es aber wohl für
amüsanter den Bus bis zur Dämmerung etwas lebhafter zu gestalten.
Trotzdem konnten sich auch diese drei nicht ewig wach halten. Bis wir
in Puttgarden ankamen, um dort per Fähre rüber nach Dänemark zu fahren,
wurde also erst einmal geschlafen. Auf der Überfahrt, die knapp 40
Minuten gedauert hat, wurde dann erst mal wieder versucht gegen den
Wind zu spucken. Leider sind nicht alle unversehrt davon gekommen...
Auf so was fällt einem dann z.B. folgendes Zitat ein: "Rache ist ein
Gericht, das am besten kalt serviert wird." Aber erst mal abwarten.
In Dänemark angekommen und zwei weitere Stunden Fahrt hinter sich
gebracht, wurde Kopenhagen erst einmal ausgiebig durchforstet. Neben
einigen Gebäuden, die wir uns mal genauer angeschaut haben, wurde auch
der Mäcces vor Ort nicht von uns verschont. Übrigens sollte an dieser
Stelle nicht ganz unerwähnt bleiben, dass Günter, nachdem wir aus dem
Bus gestiegen waren und selbiger schon zur kleinen Meerjungfrau
abgedüst war, eine Person zu wenig zählte. Panik! Was war passiert?
Laura hatte wohl immer noch nicht genug geschlafen und unseren Abgang
in Kopenhagen im Bus verpennt hat. Per Handy dirigierte Günter Laura
dann von der Meerjungfrau zu einem Treffpunkt in der City, so dass er
seine Schäfchen wieder alle zusammen hatte. Anschließend sind wir
weiter nach Helsingör, von wo aus wir mit einer zweiten Fähre rüber
nach Helsingborg getuckert sind. In Schweden waren wir damit also nun
schon mal. Nun nahmen wir direkten Kurs auf das Wanderheim
Strömsnäsbruk, wo wir dann die Nacht verbringen wollten. Dort hatten
wir ein ganzes Wohnhaus mit Küche, Essraum und Fernseher für uns. Die
lieben Lehrer, also unser Günter, Herr Düring, die Katja und der
Sheriff hatten ihre Schlafräume in einem kleineren separaten Haus.
Nach
unserem selbstgemachten Essen, auf das wir uns wohl schon die ganze
Fahrt gefreut hatten, ging es dann daran, die Daumen für Max bei dem
Grand Prix d'Eurovision zu drücken. Mit unserem 8. Platz sind wir wohl
auch noch ganz gut bedient gewesen, wenn man sich z.B. mal die Norweger
ansieht, die, als sie die Punkte vergeben musste und als einziger
Teilnehmer noch nicht einen Punkt bekommen hatte, richtig zynisch und
sarkastisch klangen. Tragisch das alles... ;-)
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Tag 2 - Sonntag, 16. Mai
 Um 9 Uhr mussten alle fertig mit dem Frühstück sein, die Zimmer
aufgeräumt und das Gepäck verladen haben, unser nächstes Ziel war
immerhin Bullerby! :-) Hier hat es wohl vielen Spaß gemacht zu
schaukeln oder in der berühmten Scheune herumzuspringen. Fotos gibt es
davon jedenfalls genug. Anschließend sind wir weiter nach Söderköping
am Götakanal, wo sich Marion endlich eine neue Zahnbürste kaufen
konnte. Die Zahnbürste war aber eh nicht das einzige was sie zu Hause
vergessen hatte. Nach ein bisschen Gucken hier und da ging es dann auch
schon wieder weiter Richtung Nynäshamn. Nur noch ein paar Stunden Fahrt
lagen vor uns und die Nervosität stieg bei einigen ersichtlich an.
Da sah man auf einmal schon unsere Schule hinter den Bäumen auftauchen.
Gleich ist es soweit. Zwei Kurven noch und dann sind wir auf dem
Parkplatz, wo wir hoffentlich erwartet werden... Und da standen sie. So
wie wir sie kannten, vielleicht mit einer neuen Frisur, aber da waren
sie... Panik! Jedenfalls bei manchen. "Ich steig hier nicht aus!" Am
Ende taten es aber doch alle. ;-) Diejenigen die etwas näher zusammen
wohnten trafen sich an diesem Abend noch am Strand, direkt nachdem
alles, was man so mit hatte, zu Hause abgestellt und Eltern und
Geschwister begrüßt wurden. Wir waren also nun endlich wirklich da. War
auch anstrengend genug die ganze Fahrerei, zwar lustig, aber lang.
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Tag 3 - Montag, 17. Mai
 Am Montag stand erst einmal Schule auf dem Programm. In kleine
Gruppen aufgeteilt begaben wir uns also mit unseren Schweden in die
Klassenräume. Wir konnten ja schließlich nicht mit 20 Leuten da
irgendwo einfach so rein. Soviel Platz gab es dann auch wieder nicht.
Aber jetzt mal ein nettes Beispiel davon, wie es an deren Schule so
abgeht. Der Physiklehrer kommt auf uns zu und begrüßt uns herzlich. Wir
reden so ein bisschen und dann will er uns was zeigen. Er geht nach
hinten zu dem Tisch, wo wir eben noch dran gesessen haben, tritt unter
selbigen auf einen kleinen Knopf und ein Flatscreen kommt aus der
Tischoberfläche gefahren. Da standen unsere Münder doch für einen
kleinen Moment einen Spalt offen.
Danach machten die Schweden
ihren normalen Unterricht. Uns viel an diesem Tag auf, dass die Schule
sehr viel mehr praxisbezogen war und nicht so theoretisch wie bei uns.
Nach
dem Lunch wurden wir dann durch den Schulleiter begrüßt. Nun hatten wir
ein bisschen Freizeit. Eis-Schlecken stand also auf dem Programm. :-)
Um 17:00 Uhr gab es dann ein gemeinsames Essen in der Schule. Hier
haben Franzi, Sabine und Sebastian das Gurkenwasser als neue
Designerdroge aus Schweden für sich entdeckt. Wirkung setzt so gut wie
ohne Verzögerung ein und für die nächsten 60 Minuten kommt man von
diesem Trip nicht mehr runter. Also für den schnellen Spaß
zwischendurch absolut geeignet! :-)
Nach dem Essen hat uns noch
ein Freund von Gustaf (einer unserer Schweden) noch eine Magic Show
präsentiert. Es wird wohl auch niemand diesen verdutzten Blick von
Herrn Düring vergessen, als er seine Hand wieder öffnet und statt einem
Stoffball plötzlich zwei in der Hand hielt. Auch als Caro die
unsichtbaren Karten hat fallen lassen, konnten wir uns kaum noch
halten. Später haben wir dann ein typisch schwedisches Spiel
ausprobiert, bei dem es darum ging, mit Holzstöcken die Figuren des
Gegners aus einer beachtlichen Distanz umzuwerfen um anschließend den
König in der Mitte vernichten zu können. Cube nannte sich der ganze
Spaß und hat doch auch für den ein oder anderen Lacher gesorgt!
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Tag 4 - Dienstag, 18. Mai
 Heute stand unser erster Besuch in Stockholm auf dem Plan. Nach dem
Besuch des Vasa-Museums, in dem das komplette Schiff, die Vasa,
betrachtet werden konnte, welches damals bei ihrer Jungfernfahrt
umkippte und sank, stand "Junibacken" an, aber was zum Günter ist
"Junibacken"?! Am Ende verbarg sich nichts anderes dahinter, als eine
Art Museum für alle Geschichten von Astrid Lindgren. Ausgelegt war das
ganze Gebäude zwar eher für Kinder von 2 bis 10 Jahren, hat vielen von
uns aber wohl mal gar nichts ausgemacht. War auf jeden Fall mal einen
Besuch wert! ;-) Nun konnten wir kurz durch die Stadt streunen und
etwas essen. Viel Zeit blieb allerdings nicht, denn danach stand eine
Stadtrallye an. Aller Erwartungen entgegen, hat uns diese allerdings
doch ziemlich Spaß gemacht und konnte uns einiges von Stockholm näher
bringen.
Abschließend besuchten wir noch das Goethe-Institut, wo
wir uns bei einem Vortrag von der vielen Rennerei mit verschiedenen
Getränken, Kuchen und Keksen etwas entspannen konnten. Als wir am Abend
dann wieder in Nynäshamn waren, wurde bei Karin ein kleines Barbecue
veranstaltet. Nur dumm, dass viele, die erst etwas später kamen
Probleme damit hatten, sich noch etwas Vernünftiges zu Essen zu
organisieren. Aber das große Trampolin hinterm Haus machte auch das
wieder gut und zauberte einigen ein Lächeln auf die Wangen.
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Tag 5 - Mittwoch, 19. Mai
Und wieder stand Schule an, diesmal allerdings zum letzten Mal. Nach
ein paar Unterrichtsstunden hatten wir nachmittags das Vergnügen Sport
mitzumachen, und es war wirklich ein Vergnügen! Für ein paar
jedenfalls... Volleyball! Der Lehrer hat einfach von eins bis acht
durchgezählt und schon standen die gemixten Mannschaften fest. Das
kleine Turnier lief bemerkenswert gut von alleine. In Schweden scheinen
die Schüler sich echt mal dahinter zu klemmen.
Nach einer
erfrischenden Dusche ging es direkt von der Schule aus nach Körunda, wo
wir den Spuren der alten Wikinger nachgingen. In einem Haus mit
Feuerstelle und allem drum und dran, spielten wir dann, mehr oder
weniger freiwillig, auf alle Fälle aber lustig, die Geschichte des
Gottes Odin nach. Anschließend durften wir draußen ein bisschen
Bogenschießen und Axtwerfen üben. Verletzte gab es nur bedingt. Am
Abend sind wir alle zusammen in Nynäshamn Bowlen gewesen. Leider nur
eine Stunde, sprich zwei Durchgänge, da der Laden schon um 22 Uhr die
Pforten schloss.
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Tag 6 - Donnerstag, 20. Mai
Heute stand eine Schärenfahrt auf dem Programm. Wir trafen uns also
alle gegen 9 Uhr morgens am Hafen und bestiegen unser kleines
Kreuzfahrtschiff. Als wir dann so losschipperten, konnten wir in der
Ferne allerdings schon ein echtes Kreuzfahrtschiff entdecken, an dem
wir dann auch prompt in einem Abstand von knapp 50 Metern vorbei
gefahren sind. Viele von uns wären am liebsten auf die Aurora, so der
Name des Dampfers, gewechselt und hätten erst mal eine kleine Weltreise
angetreten. Aber nun gut. Weiter zu den Inseln, wir wurden nämlich
letztendlich auf einer ausgesetzt und durften uns dort in Ruhe
umgucken. Herrlicher Anblick. Nur lag das Schiff später mit einem
Passagier zu wenig wieder ab... Irgendwann sprang dann einer da auf der
Insel wild umher, was wohl für die meisten ein noch viel herrlicherer
Anblick war, es wurden nämlich sofort Unmengen von Fotos gemacht.
-_-
Wie dem auch sei. Nachdem dieser eine wieder eingeladen wurde und wir
zurück im Hafen von Nynäshamn waren sind einige zum Segeln, andere
haben Minigolf gespielt und wieder andere sind mit dem Zug noch einmal
nach Stockholm um dort im Zoo Elche zu begaffen und natürlich auch zu
streicheln. Es gab Leute die waren ziemlich böse, als ihnen erzählt
wurde, dass man Elche gesehen und sogar angefasst hat. Auch zwei kleine
Babyelche hab es zu bewundern. Der Abend am Donnerstag gestaltete sich
dann anschließend fêtenmäßig extrem lustig. Auf mehrfachen Wunsch
bestimmter Personen dürfen hier leider nicht alle Details genannt
werden... ;-)
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Tag 7 - Freitag, 21 Mai
Am Freitag dann gab es den zweiten offiziellen Besuch in Stockholm.
Für ein paar war es ja nun schon der dritte, aber endlich hatte man
auch die Zeit ausgiebig in der Stadt zu shoppen und seine letzten
Kronen auf den Kopf zu hauen. Vorher allerdings haben wir uns das
beeindruckende Stadthaus noch genauer angeschaut, welches mit seinen
großen und verschiedenen Räumen doch wirklich mal einen Besuch wert
war. Auf den Turm konnten wir leider nicht, da der nach einem Brand
wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war.
Danach wurde halt
erst mal zu Mittag gegessen. Nach den jetzt anliegenden vier Stunden
Freizeit zum wild in Stockholm rumrennen trafen wir uns alle vor dem
mitten in der Stadt liegenden Vergnügungspark Tivoli. Mit 30 Kronen
Eintritt und 235 Kronen, damit man alle Attraktionen so oft nutzen
konnte wie man wollte, waren wir dabei. Viele mussten sich das Geld
allerdings schon von ihren Schweden besorgen. Es gab vorher wohl doch
zu viele tolle Dinge zum kaufen. In dem Park gab es auch einen wirklich
großen Fritt Fall, zu Englisch Free Fall, bei dem sich auf einer Seite
die Sitze auch etwas nach vorne klappten, so dass man grade nach unten
schauen konnte, wenn es dann nun soweit war. Als wir dann um 23 Uhr den
Park verließen waren alle total erschlagen. Die anschließende Zugfahrt
zurück nach Nynäshamn gestaltete sich entsprechend leise und dösig.
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Tag 8 - Samstag, 22. Mai
Nun mussten wir noch mal eine etwas längere Busfahrt über uns ergehen
lassen, unser Ziel war nämlich das Schloss Gripsholm, in dem wir nach
etwas Freizeit in dem anliegenden Stadt Mariefred eine Führung hatten.
Das ganze Schloss war von Portraits gespickt, aber auch wirklich so gut
wie jeder Raum. Auch die damaligen Toiletten durften wir ausgiebig
betrachten. Und nicht zu vergessen, das tolle Schloss-eigene Theater.
Da dies der letzte Abend für uns in Schweden war, musste natürlich auch
ein bisschen gefeiert werden. So versammelten wir uns um ein Lagerfeuer
am Strand und zelebrierten diesen letzten Abend. Auch ein Feld für
Beachvolleyball gab es, wo sich manche natürlich den Spaß nicht haben
neben lassen.
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Tag 9 - Sonntag, 23. Mai
  Der Tag des Abschieds, und natürlich mussten manche morgens
verschlafen. Nach einiger Hetzerei hatten sich aber schließlich alle
auf dem Parkplatz der Schule versammelt, dort wo wir auch angekommen
sind. Schnell wurden noch die letzten Unterschriften auf unseren
Austausch T-Shirts gesammelt, Tränen vergossen und viele Umarmungen
verteilt. Dann waren wir leider schon wieder auf dem Weg gen Heimat.
Unterwegs standen noch einige Zwischenstops an, wie z.B. in Linköping,
wo wir uns die Altstadt und ein Freilichtmuseum zu Gemüte führen
konnten.
Zweiter Stopp lag in Jönköping, wo das John
Bauer-Museum zu finden war. Neben John Bauers Trollbildern, die wir uns
anschauten, konnte man sich hier auch lustig verkleiden, denn das ganze
Museum hatte Märchen und Fabelwesen, die sehr naturverbunden waren, als
Gegenstand. Kurzes Essen in der Stadt, vorzugsweise bei McDonalds oder
einer Pizzeria. Viel mehr hatte an diesem Sonntag ja auch nicht
geöffnet.
Nun noch ein bisschen weiter fahren, eine Fährfahrt
genießen und schon waren wir im Wanderheim Saksköbing, wo wir die Nacht
verbringen wollten. Manche sind dann noch durch die Stadt gelaufen, auf
der Suche nach etwas Essbaren. Zwar wurde man fündig, aber es war so
verdammt eklig und siffig in diesem komischen
dänisch/türkisch/italienischen Laden, dass einem fast schon schlecht
wurde. Außerdem konnten die Inhaber da nicht mal Englisch, so dass wir
die ganze Zeit lustig über diese Bude herziehen konnten. Fünf
"Magenverstimmungen" und eine Nacht später stand dann der Tag an, an
dem wir wieder zu Hause ankommen sollten ...
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